08.02.2010
Traumhaft
Was würdet ihr schätzen, wie viel Zeit eueres Lebens verpennt ihr? Nein, nicht in den Mathe-, Latein-, Bio- und Deutschstunden, sondern im Bett , und zwar nachts. Wir reden hier von normalem Schlaf. Und es ist echt irre: Ein Mensch schläft durchschnittlich rund 23 Jahre seines Lebens. Das ist amtlich. Steht nämlich – neben Wirtschaftsdaten und anderen schlauen Erhebungen – im Statistischen Jahrbuch 2009. Aber es kommt noch toller: Weil das Gehirn nie schläft – auch wenn man bei manchen Leuten das Gegenteil glauben könnte – träumen wir in den 23 Schlafjahren rund 105.372 Träume. Was man nicht alles ausrechnen kann! Träume entstehen, weil die Gehirnzellen auch dann feuern und elektrische Signale senden, wenn unser Bewusstsein längst weggeschlummert ist. Und wer glaubt, er träume nicht, täuscht sich. Fast alle Menschen tun es jede Nacht für ein bis zwei Stunden haben Schlafforscher herausgefunden. Viele können sich beim Aufwachen nur nicht mehr oder nur selten daran erinnern. Ist vielleicht auch besser so, denn bei Untersuchungen in einem amerikanischen Schlaflabor kam heraus, dass die Versuchspersonen viel öfter von Unglück und Versagen träumten, als von angenehmen Dingen. Es überwiegen also die „Mathe 6“- Träume. Mehr als ein Drittel der Probeschläfer erlebte sogar Angst und Furcht. Die gute Nachricht ist auch nicht viel besser: Die meisten Träume sind schlicht und einfach nur banal. Die Hausfrau träumt vom Kochen und Putzen, der Lehrer vermutlich vom Unterricht. Was das zu bedeuten hat? Genau das ist die Frage, die Schlafforscher und Psychologen bis heute vor ein Rätsel stellt. Keiner weiß so recht, was die ganze Träumerei eigentlich soll. Da tappt die Wissenschaft genau da, wo sich die Träume abspielen – im Dunkeln!
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